Ausgetreten

Am 17.11.2019 bin ich aus der Piratenpartei ausgetreten.

Es gibt viele Gründe. Und ich hatte es schon seit 2 Jahren überlegt. Warum ich nicht ausgetreten war? Weil man mich bat, mich zuerst noch mit anderen Piraten zu treffen. So ging die Zeit ins Land. Ein Jahr verging, ein weiteres. Eine Wahl stand an und ich hatte wenig Lust, Plakate zu gestalten. Mir war klar, dass das wieder Stress werden würde. Also beschränkten wir uns auf ein Minimum an Gestaltung. Am Ende wurde doch alles wieder über den Haufen geworfen und es wurde – richtig: gestaltet. Stress kam, das Plakat sah scheisse aus und so war auch der Erfolg. Ein Grund.

Ein weiterer? Wir haben da so ein paar Zerstörer. Zerstörer sind Menschen, die auf subtile Art Meinungen und Organisationen ändern. Man merkt es erst kaum, dann plötzlich entdeckt man, dass man nicht mehr offen reden kann. Dann kann man nicht mehr handeln und dann ist alles kaputt. Dazu kommt, dass man sich über manche Piraten erpressbar fühlen kann – und um dem zu entgehen: Raus aus der Partei! Das ist ein Hauptgrund.

Und dann gibt es die Änderung der Ziele: Fridays for Future ist so ein Thema: nix für mich, nicht mit den Wahnsinnigen, und nichts mit den greenpeace-ähnlichen Aktivisten/Gewalttätern. Ein klare Distanzierung wäre hier von nöten, aber die kommt eben nicht.

Klima ist ein weiteres nogo. Es gibt so viel Wissen und so viel Unwissen. Man müsste darüber diskutieren, aber genau das wird nicht zugelassen. In der Gesellschaft als solches schon nicht und eben auch nicht bei Piraten. Es wird nur ad hominem „argumentiert“, andere dürfen schon gar nix mehr sagen. Und schlimmer noch: es ist egal, *was* sie sagen – es kann nur falsch sein. So funktioniert das nicht mit der Meinungsfreiheit. Und „Die Partei hat immer Recht“ war eigentlich kein Ding von Piraten.

Dazu kommen noch die sonstigen Reibereien, die es vermutlich überall gibt. Aber auch das ist kräftezehrend und bringt nur das Fass zum Überlaufen.

So bleibt mir ein norddeutscher und zugleich piratischer Gruß:

Macht’s gut, und danke für den Fisch